13-Jährige in Dresdner Südvorstadt eingeklemmt
Aufwändige Rettung nach Unfall an Straßenbahn – Einsatzkräfte sichern instabilen Bahnsteig und betreuen Angehörige

Am Morgen des 15. Dezember 2025 ereignete sich in der Dresdner Südvorstadt ein schwerer Verkehrsunfall. Ein 13-jähriges Mädchen wurde im Haltestellenbereich der Fritz-Löffler-Straße zwischen einer Straßenbahn und dem Bahnsteig eingeklemmt. Die Rettungsarbeiten dauerten über zwei Stunden und erforderten umfangreiche technische sowie medizinische Maßnahmen.
Unfallhergang und Rettungsmaßnahmen
Die genaue Ursache des Unfalls ist bislang ungeklärt. Die Jugendliche wurde im Bereich einer Haltestelle eingeklemmt, als eine Straßenbahn anhielt. Um ihr zu helfen, musste die Fahrerin der Straßenbahn das Fahrzeug anheben. Erst danach konnten die Rettungskräfte zur Patientin durchdringen und sie notärztlich versorgen sowie medizinisch stabilisieren.
Angesichts der niedrigen Außentemperaturen bestand für das verletzte Mädchen akute Gefahr einer Unterkühlung. Die Einsatzkräfte setzten deshalb spezielle Wärmeerhaltungsmaßnahmen ein, darunter Decken und leistungsstarke Halogen-Scheinwerfer.
Um das Mädchen aus ihrer Lage zu befreien, sorgten die Einsatzkräfte für Baufreiheit am Bahnsteig, indem sie Teile des Geländers entfernten. Spezialisten der Straßenbahnhilfeleistung-Wache setzten anschließend auf beiden Seiten der Bahn hydraulische Heber ein, um das schwere Fahrzeug anzuheben.
Herausforderungen bei der Rettung
Die Rettungsmaßnahmen waren mit besonderen Risiken verbunden: Während des Anhebens der Straßenbahn sackte der Bahnsteig unter der großen Last ab, und es bestand die Gefahr, dass die Straßenbahn zu kippen drohte. Daher mussten die Rettungsarbeiten zeitweise unterbrochen werden, um zusätzliche Sicherungen vorzunehmen. Nach Abschluss der Sicherungen konnten die Einsatzkräfte das Mädchen erfolgreich befreien und die medizinische Versorgung abschließen.
Im Anschluss wurde die Verletzte per Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.
Betreuung von Betroffenen und Zeugen
Vor Ort betreuten Einsatzkräfte neben der Straßenbahnfahrerin und den Angehörigen des Mädchens auch mehrere Ersthelfer. Zudem bestand für Schüler einer Oberschule, die auf dem Weg zur Schule Zeugen des Geschehens wurden, Betreuungsbedarf. Auch andere Augenzeugen standen deutlich unter dem Eindruck des Vorfalls.
Einsatzkräfte und Verkehrsmaßnahmen
Der Unfall führte zu einer Vollsperrung der Fritz-Löffler-Straße stadtauswärts in Richtung Autobahn. Rund 40 Einsatzkräfte aus verschiedenen Feuer- und Rettungswachen sowie das Kriseninterventionsteam waren beteiligt.
Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an. Für alle Betroffenen steht die Betreuung und Aufarbeitung im Vordergrund, während die Einsatzkräfte auf eine gründliche Analyse des Vorfalls hinarbeiten.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.