Digitalisierung trifft Inklusion: Mobilität für alle bei der Woche der Inklusion 2026
Im Rahmen der „Woche der Inklusion 2026“ hat der Senioren- und Behindertenbeirat des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gemeinsam mit der Behindertenbeauftragten und der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten einen Fachtag unter dem Titel „Digitalisierung trifft Inklusion – Mobilität für alle (#Digital.Mobil.Inklusiv)“ veranstaltet.
Ziel des Fachtages war es nach Angaben der Organisatoren, mit Politikern und Entscheidungsträgern ins Gespräch zu kommen, praktische Erfahrungen zu sammeln und Lösungen für ein gleichberechtigtes Miteinander zu erarbeiten.
Im Vorfeld des Fachtages wurde eine Bürgerbefragung zum Nutzungsverhalten mit digitalen Angeboten im öffentlichen Nahverkehr durchgeführt. Insgesamt nahmen 172 Personen teil. Davon füllten 48 Personen den Fragebogen online aus, 124 beantworteten ihn in Papierform.
Nach den Ergebnissen der Befragung waren die meisten Teilnehmenden älter als 60 Jahre und/oder hatten eine Beeinträchtigung. Fast alle nutzten den öffentlichen Nahverkehr häufig. Der Erwerb eines Fahrscheins stellte für die meisten eine große Herausforderung dar.
Die Befragten fühlten sich nach Darstellung der Mitteilung häufig von der fortschreitenden Digitalisierung der Prozesse überfordert, etwa bei Auskunftssystemen, beim Ticketkauf oder bei Apps. Diese zentralen Anliegen und Forderungen wurden vom Senioren- und Behindertenbeirat sowie den Beauftragten in einem Positionspapier an politische Entscheidungsträger, darunter Verkehrsunternehmen, Verkehrsverbund und Landesregierung, zusammengefasst und übergeben.
Darin fordert der Beirat, auch bei zunehmender Digitalisierung dauerhaft barrierefreie und niedrigschwellige Alternativen sicherzustellen. Dazu gehören insbesondere verlässliche Möglichkeiten, Fahrscheine auch ohne Smartphone oder digitale Bezahlmöglichkeiten zu erwerben.
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