Bundespolizei kämpft aus der Luft gegen Waldbrände
Mit 72 Anflügen und über 129.000 Litern Wasser unterstützt der Hubschrauber in Sachsen die Feuerbekämpfung
Die Bundespolizei setzt auch in diesem Sommer ihre umfangreichen Unterstützungsmaßnahmen bei der Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden fort. Besonders die Region Gohrischheide in Sachsen stand am 6. Juli 2025 erneut im Fokus, als ein Polizeihubschrauber kontinuierlich Löschwasser abwarf, um ein großflächiges Feuer einzudämmen. Dieser Einsatz verdeutlicht erneut die zentrale Rolle, die der Bundespolizeiflugdienst bei der Katastrophenhilfe in Deutschland spielt.
Großeinsatz in der Gohrischheide
Auf Ersuchen des Landes Sachsen unterstützte die Bundespolizei die Löscharbeiten in der Gohrischheide mit einem Polizeihubschrauber. Die Besatzung absolvierte 72 Anflüge und brachte dabei rund 129.600 Liter Löschwasser in den Kampf gegen das Feuer ein. Auch am Folgetag wurden die Einsätze fortgeführt, um die Ausbreitung des Brandes weiter einzudämmen.
Überregionale Unterstützung seit Juli
Seit dem 1. Juli 2025 ist der Flugdienst der Bundespolizei in mehreren Bundesländern aktiv. Neben Sachsen kamen die Kräfte auch in Brandenburg – unter anderem in Treuenbrietzen und Jüterbog – sowie in Thüringen auf den Saalfelder Höhen zum Einsatz. Insgesamt bilanziert der Flugdienst bislang 443 Anflüge bei fast 800.000 Litern abgeworfenem Wasser.
Struktur und Aufgaben der Bundespolizei-Fliegergruppe
Die Bundespolizei mit Sitz in Bonn steuert die Einsätze ihrer Fliegergruppe zentral. Zugeordnet sind ihr ein Instandhaltungsbetrieb, eine Luftfahrerschule, der Polizeidienst sowie sechs Flugstaffeln an unterschiedlichen Standorten wie Oberschleißheim, Fuldatal, Gifhorn, Blumberg, Fuhlendorf und Sankt Augustin. Die Fliegergruppe gilt als Servicedienstleister für zahlreiche Behörden mit Sicherheitsaufgaben – national wie international, darunter auch die Europäische Grenzschutzagentur FRONTEX.
Größter ziviler Flugdienst nach der Lufthansa
Mit aktuell 94 zivilen Luftfahrzeugen verschiedener Gewichtsklassen ist die Bundespolizei nach der Lufthansa deutschlandweit der zweitgrößte zivile Luftfahrzeugbetreiber. International zählt sie zu den größten Flugdienstorganisationen. Im Rahmen der täglichen Polizeiarbeit unterstützt die Fliegergruppe vor allem Grenz-, Bahn- und Seeüberwachung.
Einsatzschwerpunkte und Katastrophenhilfe
Ein Fokus des Bundespolizeiflugdienstes liegt auf der Bereitstellung von Lufttransportkapazitäten und Eingreifkräften vor allem an Wochenenden. Die Hubschrauber stehen aber auch kurzfristig für polizeiliche Lagen sowie für Not- und Katastrophenhilfeeinsätze bereit. Diese Flexibilität ist in Zeiten zunehmender Waldbrände von entscheidender Bedeutung.
Weitere Informationen zur Bundespolizei und ihren Aufgaben im Bereich des Flugdienstes werden regelmäßig von der Bundespolizeidirektion 11 bereitgestellt.
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