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Feuerwehr Dresden im Dauereinsatz am 1. Mai

19 Brände, 19 Hilfeleistungen und ein tödlicher Fenstersturz in Striesen

Von Redaktion
Feuerwehr Dresden im Dauereinsatz am 1. Mai
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

Für die Feuerwehr der Landeshauptstadt Dresden wurde der 1. Mai zu einem einsatzreichen Feiertag. Während das Aufkommen am Tag noch vergleichsweise gering blieb, nahm die Zahl der Alarmierungen nach Einbruch der Dunkelheit deutlich zu. Im Mittelpunkt standen mehrere Brände, vor allem in der Dresdner Neustadt, aber auch Einsätze in der Altstadt und weitere Hilfeleistungen.

Mehrere Brände in der Dresdner Neustadt

Bereits am frühen Abend rückte die Feuerwehr zunächst zu zwei kleineren Bränden aus. Gegen 17:45 Uhr brannte auf der Franz-Mehring-Straße eine Mülltonne. Kurz darauf folgte ein Einsatz am Reichenauer Weg, wo eine Papiertonne in Brand geraten war. In beiden Fällen konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden.

Im weiteren Verlauf verlagerte sich der Schwerpunkt des Einsatzgeschehens in die Dresdner Neustadt. Dort hatten sich mehrere Personengruppen formiert und aus zahlreichen Mülltonnen Brände gelegt. Gegen 22:28 Uhr brannte am Alaunplatz ein Müllcontainer, zudem mussten in unmittelbarer Nähe mehrere Papierkörbe gelöscht werden. Direkt im Anschluss ging es zur Kamenzer Straße, wo erneut ein Müllbehälter brannte.

Rothenburger Straße und weitere Gefahrenlagen

Um 23:07 Uhr wurden auf der Rothenburger Straße brennende Barrikaden festgestellt. Wegen der dort vorherrschenden Gefahrenlage konnten die Einsatzkräfte aus Gründen des Eigenschutzes nicht eingreifen.

Parallel dazu versorgten die Einsatzkräfte eine weibliche Person, die Brandverletzungen an den Händen erlitten hatte. Sie wurde an den nachgeforderten Rettungsdienst übergeben.

Weitere Brände ereigneten sich unter anderem um 23:52 Uhr auf der Seifhennersdorfer Straße, wo ein Papierkorb brannte, sowie um 04:03 Uhr in der Hospitalstraße. Dort standen zwei Kleinkrafträder vollständig in Flammen.

Kleinkrafträder in unmittelbarer Nähe zu Wohnmobil

Die beiden Fahrzeuge befanden sich direkt neben einem Wohnmobil und stellten damit eine erhebliche Gefahr dar. Durch die Hitze waren bereits erste Schäden sichtbar. Ein Kleinkraftrad wurde mit Muskelkraft vom Wohnmobil weggezogen. Anschließend löschten die Einsatzkräfte den Brand mit Wasser. Ausgelaufene Betriebsmittel wurden mit Ölbindemittel abgestreut.

Bei allen Bränden in der Dresdner Neustadt waren insgesamt 18 Einsatzkräfte der Wachen Albertstadt und Altstadt im Einsatz.

Pkw-Brand in der Altstadt

Auch in der Altstadt musste die Feuerwehr am 1. Mai ausrücken. Um 16:07 Uhr ging der Alarm wegen eines Pkw-Brandes auf der Conrad-Felix-Müller-Straße ein. Dort stand ein Audi in Vollbrand. Die Flammen drohten bereits auf einen daneben abgestellten Seat überzugreifen. Zudem wurde ein weiterer Pkw, ein Peugeot, durch starke Hitzeeinwirkung beschädigt.

Ein Trupp unter Atemschutz begann umgehend mit der Brandbekämpfung mittels Strahlrohr. Während der Löscharbeiten platzte der Reifen des brennenden Fahrzeugs mit einem lauten Knall. Das benachbarte Fahrzeug wurde vorsorglich mit Löschschaum geschützt. Verletzt wurde niemand. Zur Brandursache liegen keine Angaben vor.

Bilanz des 1. Mai

Insgesamt rückte die Feuerwehr Dresden am 1. Mai zu 19 Brandeinsätzen und 19 Hilfeleistungen aus. Hinzu kam ein Fehlalarm durch eine automatische Brandmeldeanlage.

Auch der Rettungsdienst war stark gefordert: In den vergangenen 24 Stunden wurden 220 Einsätze verzeichnet. In 68 Fällen war der Einsatz eines Notarztes erforderlich. Darüber hinaus wurden 44 qualifizierte Krankentransporte durchgeführt. Ein Rettungshubschrauber wurde fünfmal im Leitstellenbereich eingesetzt.

Weiterer Einsatz am 2. Mai in Striesen

Am 2. Mai kam es um 10:36 Uhr zu einem weiteren Einsatz für Rettungsdienst und Feuerwehr an der Feuer- und Rettungswache Striesen in der Junghansstraße. Dort war es zu einem Fenstersturz gekommen. Aufgrund der Lage sowie der Aufprallbewegung der betroffenen Person erstreckte sich der Einsatzbereich auf einen Umkreis von etwa zehn Metern.

Aus diesem Grund wurde mit Einsatzfahrzeugen eine Sichtbarriere zur Straße hin aufgebaut und der Bereich seitlich mit Decken abgeschirmt. Der Notarzt konnte nur noch den Tod der Person feststellen.

Die Einsatzkräfte identifizierten insgesamt vier Personen, die teilweise Zeugen des Ereignisses waren. Sie wurden durch ein nachgefordertes Kriseninterventionsteam betreut. Die Polizei hat die Ermittlungen zum Sachverhalt aufgenommen.

Technische Sammlungen geschlossen

Die Technischen Sammlungen blieben für den restlichen Tag geschlossen.

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