80 Jahre Stille Erinnerung an das Massaker von Lindenthal
Leipzig gedenkt am 12. April 2025 der Opfer des Verbrechens von 1945 am ‚Denkmal der 53‘ – Ein bedeutender Moment der Erinnerungskultur.

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Zum 80. Jahrestag des „Massakers von Lindenthal“ lädt die Stadt Leipzig zu einer Gedenkveranstaltung am „Denkmal der 53“ ein. Die Veranstaltung findet am 12. April 2025 um 15 Uhr in Leipzig-Lindenthal statt und soll an die Opfer eines der erschütterndsten Verbrechen der letzten Kriegstage 1945 erinnern.
Hintergrund: Das Massaker von Lindenthal
Am 12. April 1945 ermordete die Gestapo insgesamt 52 Häftlinge aus Leipziger Polizeigefängnissen. Die Opfer waren überwiegend politische Gefangene sowie ausländische Zwangsarbeiter unterschiedlicher Nationen. Sie wurden in Bombentrichtern verscharrt, bis nach Kriegsende im Tannenwald das Massengrab entdeckt wurde.
Nach der Exhumierung konnten die Ermordeten am 5. Mai 1945 auf dem Friedhof der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Lindenthal in einem Gemeinschaftsgrab beigesetzt werden. Das Gedenken an dieses Verbrechen hat seither einen festen Platz im kollektiven Bewusstsein der Region.
Gedenkort: Geschichte und Entwicklung
Bereits vier Jahre nach Kriegsende, am 16. März 1949, setzte der Lindenthaler Gemeinderat ein sichtbares Zeichen und benannte die Straße „Tannenwald“ in „Straße der 53“ um. Damit wurde die Erinnerung an die Geschehnisse dauerhaft in das Stadtbild integriert. 1954 erfolgte die Einweihung eines Gedenkorts am authentischen Schauplatz der Verbrechen.
Zum 75. Jahrestag des Massakers wurde das Areal umfassend restauriert und erhielt eine Informationsstele, um den Besucherinnen und Besuchern die historischen Hintergründe dauerhaft zugänglich zu machen und das Erinnern an die Opfer auch für kommende Generationen zu ermöglichen.
Die diesjährige Veranstaltung
Die Gedenkveranstaltung am 12. April 2025 steht im Zeichen der gemeinsamen Erinnerung. Bürgermeister Heiko Rosenthal sowie Vertreter des Ortschaftsrates werden der Opfer gedenken und ihre Namen und Schicksale ins Bewusstsein rufen. Für einen würdigen musikalischen Rahmen sorgt Violinist Samuel Seifert.
Bedeutung für heute
Der 80. Jahrestag des Massakers macht deutlich, wie wichtig das Erinnern und Gedenken auch nach so langer Zeit bleibt. Die Stadt Leipzig und ihre Bürgerinnen und Bürger setzen ein Zeichen gegen das Vergessen und für eine geschichtsbewusste Zukunft.
Medienvertreter sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und über das Gedenken zu berichten.
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Mit der Gedenkveranstaltung am „Denkmal der 53“ wird ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung und Erinnerungskultur in Leipzig geleistet. Sie ist sowohl Mahnung als auch Verpflichtung für die Gegenwart, sich für Frieden, Menschlichkeit und Demokratie einzusetzen.
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