Agra-Brücke in Markkleeberg wird stabilisiert
Zusätzliche Stützen verhindern Vollsperrung – Einschränkungen für Parkverkehr und Fußgänger bis Februar 2026

Die stark belastete Agra-Brücke in Markkleeberg steht erneut im Fokus. Im Januar und Februar 2026 werden im Auftrag des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (LaSuV) zusätzliche Stützen unterhalb der Brücke installiert. Ziel ist es, die Brücke zu stabilisieren und eine drohende Vollsperrung abzuwenden. Die Maßnahmen erfolgen auf Grundlage einer aktuellen Sonderprüfung, deren Ergebnisse nun vollständig vorliegen.
Maßnahmen und Einschränkungen für den Parkverkehr
Bereits jetzt ist der parallel verlaufende Weg für Radfahrerinnen und Fußgänger gesperrt. In den kommenden Wochen werden auch zeitweise die Unterführungen betroffen sein. Wichtig dabei: Die Sperrungen erfolgen nacheinander, sodass für Passantinnen und Passanten stets eine Querungsmöglichkeit bestehen bleibt. Umleitungen und alternative Routen werden vor Ort ausgeschildert.
Hintergrund: Brückenprüfung und Materialschäden
Die Agra-Brücke, zwischen 1970 und 1976 errichtet, überführt die B2 über den Agra-Park und ist eine zentrale Verkehrsader mit etwa 30.000 Fahrzeugen täglich. Im Rahmen einer Sonderprüfung durch das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung wurden gravierende Schäden im Spannstahl der Brücke festgestellt. Teile dieses Stahls stammen aus Hennigsdorfer Produktion, die seit dem Einsturz der Dresdner Carolabrücke besonders überwacht wird.
Bauablauf und Verkehrsführung
Zur Herstellung der zusätzlichen Stützen wird neben der Brücke ein Baufeld errichtet. Das notwendige Baumaterial gelangt über die nördliche Zufahrt Goethesteig/Im Dölitzer Holz in den Park. Für den Baustellenverkehr werden umliegende lastbeschränkte Brücken umfahren. Die Baustellenlogistik wird auf dem dafür eingerichteten Parkplatz am Goethesteig koordiniert.
Der Verkehr von und zur Baustelle läuft streckenweise über die Straße Dölitzer Holz, wobei die Höchstgeschwindigkeit auf 10 km/h limitiert ist. Dadurch soll die Sicherheit aller Parkbesucher erhöht werden.
Nächste Schritte und Ausblick
Während der gesamten Bauzeit wird die Situation vor Ort durch das LaSuV und weitere zuständige Stellen begleitet, um einen möglichst reibungslosen Ablauf und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten. Die Bevölkerung wird um Verständnis für die notwendigen Einschränkungen gebeten.
Die Verstärkung der östlichen Brückenfelder ist ein wichtiger Schritt, um die Zukunft der Agra-Brücke zu sichern und weiterhin eine zuverlässige Verbindung über den Agra-Park zu gewährleisten.
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