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Die Sonneninsel: Martin Elsaesser im Fokus

Dokumentation zeigt Leben, Werk und persönliche Beziehungen des Frankfurter Architekten

Von Redaktion Leipzig

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Architektur im Film“ wird am Dienstag, dem 21. Oktober, die Dokumentation „Die Sonneninsel“ vorgestellt. Im Mittelpunkt steht der Frankfurter Chefplaner Martin Elsaesser (1884 – 1957), dessen Leben, Werk und private Beziehungen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden. Die Filmvorführung beginnt um 19 Uhr im Stadtbüro Leipzig am Burgplatz 1.

Facettenreiche Dokumentation über Martin Elsaesser

Der Film, der bereits 2017 produziert wurde, ist das Werk seines Enkels Thomas Elsaesser, renommierter Filmwissenschaftler. Auf Basis von Nachlassmaterialien, privaten Filmaufnahmen und Briefen entsteht ein vielschichtiges Porträt des berühmten Architekten. Die Dokumentation wirft dabei auch einen Blick auf Elsaessers Verhältnis zum Landschaftsarchitekten Leberecht Migge. Letzterer war ein Pionier des Urban Gardening und der Nachhaltigkeit, im Gegensatz zu Elsaesser, dem Vertreter des Neuen Bauens und einem Verfechter des kapitalistischen Geistes der Frankfurter Finanzmetropole.

Der Film betrachtet aber nicht nur architekturtheoretische Fragen, sondern auch persönliche Verstrickungen. Eine besondere Rolle spielt die Beziehung zwischen Elsaessers Frau Lieselotte und Leberecht Migge, die an der „Sonneninsel“ in der Nähe Berlins zu einer komplexen Ménage-à-trois führte.

Begleitprogramm und Veranstaltungsreihe

Zur Einführung hält Lena vom Leipziger Büro Meier Unger Architekten einen Vortrag mit dem Titel „Fragment und Fügung“. Die Veranstaltung startet um 18 Uhr, der Film selbst wird um 19 Uhr präsentiert. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Profil der Filmreihe

„Architektur im Film“ ist ein gemeinsames Projekt des Zentrums für Baukultur Sachsen (ZfBK) und der Stadt Leipzig. Monatlich werden Werke gezeigt, die Architekturthemen auf außergewöhnliche Weise vermitteln – von Kino- bis Fernsehproduktionen. Ziel der Reihe ist es, die Bedeutung von Architektur für das städtische Leben aus unterschiedlichen Perspektiven sichtbar zu machen.

Nächste Termine und weitere Infos

  • 21. Oktober 2025, 18 Uhr: Stadtbüro Leipzig, Burgplatz 1 (Stadthaus, Zugang über Markgrafenstraße 3) – Film: „Die Sonneninsel“
  • 25. November 2025, 18 Uhr: Kammerbüro der Architektenkammer Sachsen, Dorotheenplatz 3 – Film: „Eine flexible Frau“ von Tatjana Turanskyj
  • Programm Netzwerk Baukultur Leipzighttp://www.leipzig.de/netzwerk-baukultur

    Veranstalter und Kontakt

    Die Veranstaltung wird durchgeführt vom Dezernat Stadtentwicklung und Bau, Stadtplanungsamt Leipzig, in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Baukultur Sachsen (ZfBK).

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    Die Veranstaltungsreihe bietet eine einzigartige Kombination aus Filmkunst, Architekturgeschichte und Einblicken in zwischenmenschliche Beziehungen der Architekturszene. Mit ihrem facettenreichen Programm lädt sie alle Interessierten ein, die Wechselwirkungen zwischen Baukunst, Gesellschaft und persönlichem Schicksal zu entdecken.

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