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Erfolg für den Eisvogel in Leipzig

Monitoring 2024 zeigt stabile Brutzahlen und positiven Schutztrends am Floßgraben durch konsequente Maßnahmen seit 2013

Von Redaktion Leipzig

Das Monitoring 2024 liefert erfreuliche Ergebnisse für den Eisvogelbestand in Leipzig: Die Population hat sich nach den Rückgängen der vergangenen Jahre erholt, und insbesondere am Floßgraben wurde ein außergewöhnlicher Bruterfolg dokumentiert. Mit zwei stabilen Brutrevieren zeigt sich der leuchtend blaue Flieger weiterhin als Teil der Leipziger Stadtnatur.

Rekordergebnis für den Eisvogel am Floßgraben

Jens Kipping vom Büro BioCart hebt hervor, dass das Brutpaar am Floßgraben erstmals im Leipziger Auwald vier Bruten hintereinander verzeichnen konnte. Über 19 Jungvögel wurden erfolgreich ausgeflogen – ein unübertroffener Erfolg, der die Vitalität der Population demonstriert.

Der traditionelle Stammplatz in unmittelbarer Nähe des angrenzenden Waldes sowie des Mündungsbereichs in die Pleiße bietet den Vögeln offenbar optimale Bedingungen. Die Ergebnisse der insgesamt 31 Begehungen zwischen März und September bestätigen, dass mehrfach Jungvögel im Gebiet beobachtet wurden – ein weiteres Indiz für den nachhaltigen Bruterfolg.

Schutzmaßnahmen und Monitoring als Erfolgsfaktoren

Die intensive Betreuung durch kontinuierliches Monitoring seit 2013 sowie umfassende Schutzregelungen zeigen Wirkung. Laut Dittmar, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Gewässer, profitieren die sensiblen Eisvögel von den angepassten wassertouristischen Regelungen.

  • Das Befahren des Floßgrabens ist während der Brutzeit (1. März bis 30. September) ausschließlich mit muskelkraftbetriebenen Wasserfahrzeugen wie Kajaks und Kanus gestattet.
  • Erlaubte Fahrzeiten: 11–13 Uhr, 15–18 Uhr und bis 22 Uhr.
  • Anlanden, Aussteigen, Angeln, Spazierengehen sowie freilaufende Hunde sind am Ufer untersagt.
  • Überwachung und Kontrollen durch Amt, Polizei und Ordnungsdienst führten 2024 zu 19 festgestellten Verstößen bei fünf Großkontrollen.
  • Trotz der wassertouristischen Nutzung kam es laut Monitoring nicht zu erheblichen Beeinträchtigungen im Jagd- oder Brutverhalten der Eisvögel.

    Wirksamkeit der Schutzregeln bestätigt

    Peter Wasem, Leiter des Amtes für Umweltschutz, stellt fest, dass der Aufwärtstrend bei der Eisvogelpopulation die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen belegt. Das gelingt nur durch die konsequente Umsetzung und das Engagement aller Beteiligten.

    Auch andere empfindliche Arten profitieren von den Maßnahmen: Die Rot-Schwarzmilanen im Bereich Floßgraben und Obere Weiße Elster zeigten während der Brutzeit keine nennenswerte Störung durch Bootsverkehr, was als Indikator für eine erfolgreiche Anpassung gilt.

    Ausblick

    Das erfolgreiche Monitoring und der nachhaltige Schutz des Lebensraumes am Floßgraben setzen ein positives Zeichen für den Artenschutz in Leipzig. Die Zusammenarbeit von Naturschutz, Verwaltung und Öffentlichkeit bleibt weiterhin entscheidend, um diesen erfreulichen Trend langfristig zu sichern.

    Weitere Informationen bietet das Amt für Umweltschutz der Stadt Leipzig.

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