Sprache wählen

Gesperrt für den Vogel-Schutz

Bis Ende Juni: Bereich in Leipzig-Gundorf für Kiebitz und Rohrweihe gesperrt, um Brutplätze zu sichern und Störungen zu vermeiden

Von Redaktion Leipzig

Artikel anhören

Die Brutplätze von Kiebitz und Rohrweihe in Leipzig-Gundorf stehen aktuell im Mittelpunkt von Schutzmaßnahmen der unteren Naturschutzbehörde. Wie im Amtsblatt 4/25 veröffentlicht, betrifft dies insbesondere den Bereich „Kleewinkel“ zwischen Zschampert Westen und dem Elster-Saale-Kanal Süden, der bis zum 30. Juni für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Damit soll sichergestellt werden, dass diese besonders sensiblen Vogelarten ungestört brüten und ihren Nachwuchs aufziehen können.

Hintergrund: Bedrohte Brutvögel im Fokus des Naturschutzes

Der Kiebitz, bekannt für seine schwarz-weiße Färbung und seine markanten Rufe, nistet bevorzugt auf Feuchtwiesen und legt sein Nest direkt auf den Boden. In Deutschland hat der Bestand dieser Art in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen. Als Reaktion darauf wurde der Kiebitz zum „Vogel des Jahres 2024“ gewählt, um auf seine gefährdete Situation aufmerksam zu machen. Auch die Rohrweihe, ein Greifvogel, benötigt ungestörte Feuchtgebiete zur Fortpflanzung.

Schutzmaßnahmen im Kleewinkel: Zugangsbeschränkungen und Hinweise

Um die selten gewordenen Vögel während der sensiblen Brutzeit zu schützen, ist das Betreten des Kleewinkels zwischen Zschampert Westen und Elster-Saale-Kanal Süden bis Ende Juni untersagt. In der Umgebung ist zudem besondere Rücksicht gefordert: Störungen durch Lärm und freilaufende Hunde sollen vermieden werden, da die Tiere bei anhaltender Beunruhigung ihr Brutgeschäft abbrechen oder die Nester aufgeben könnten.

  • Kleewinkel: Zwischen Zschampert Westen und Elster-Saale-Kanal Süden
  • Zeitliche Begrenzung: Betretungsverbot bis 30. Juni
  • Wichtige Hinweise: Hunde nicht frei laufen lassen, Lärm vermeiden
  • Gründe für den Schutz der Brutstandorte

    Die Maßnahmen dienen der Sicherung des Nachwuchses von Kiebitz und Rohrweihe. Werden die Tiere gestört, brüten sie oft gar nicht erst oder verlassen die Nester, was zum Tod der Jungvögel führen kann. Besonders in der heutigen Kulturlandschaft sind Rückzugsräume wie der Kleewinkel unverzichtbar, um den Bestand dieser seltenen Vögel zu sichern.

    Kontakt und weitere Informationen

    Für Nachfragen und weiterführende Informationen steht das Amt für Umweltschutz der Stadt Leipzig zur Verfügung.

    title="Amt für Umweltschutz, Stadt Leipzig"

    subtitle="Dezernat Umwelt, Klima, Ordnung und Sport – Referat Kommunikation"

    />

    Mit der zeitweisen Sperrung des Kleewinkels setzt Leipzig ein klares Zeichen für den Schutz bedrohter Vogelarten. Ob dieses Beispiel auch in anderen Regionen Schule macht, bleibt abzuwarten – die Bedeutung solcher Maßnahmen ist unbestritten.

    Eigene Anzeige

    Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

    Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

    Jetzt anfragen

    Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: