Leipzig baut Radwege aus
Neuer 170-Meter-Radfahrstreifen am Augustusplatz und langfristige Pläne für mehr Sicherheit und nachhaltige Mobilität bis 2030
Die Stadt Leipzig setzt die kontinuierliche Verbesserung der Radinfrastruktur fort. Ab Mitte kommender Woche beginnt die Markierung eines weiteren Radfahrstreifens auf dem Promenadenring am Augustusplatz. Ziel ist es, die Sicherheit und den Komfort für Radfahrerinnen und Radfahrer insbesondere an konfliktanfälligen Stellen zu erhöhen.
Neuer Radfahrstreifen am Augustusplatz
Der neue Abschnitt des Radfahrstreifens erstreckt sich über rund 170 Meter entlang der inneren Ringfahrbahn vom Gewandhaus bis zum Anschluss an die Lenné-Anlage. Die Maßnahme ermöglicht es Radfahrenden, bequem östlich am Gewandhaus vorbeizufahren, ohne den Augustusplatz oder die Moritzbastei queren zu müssen. Gerade für diejenigen, die vom Hauptbahnhof oder Johannisplatz kommen, stellt dies eine deutliche Verbesserung dar.
Entlastung an Engstellen und Anpassung der Verkehrsführung
Am Kurt-Masur-Platz, einer bekannten Engstelle vor dem Kulturzentrum City-Hochhaus, kam es bisher häufig zu Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern. Die neue Verkehrsführung greift diesen Umstand auf: Der Radweg wird klar getrennt von den Fahrspuren des Kfz-Verkehrs geführt, was das Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden erleichtern soll.
Mit der Umgestaltung wird eine der bisherigen drei Fahrspuren für den Autoverkehr in einen Radfahrstreifen umgewandelt. Dennoch bleiben die zwei Hauptspuren aus den Richtungen Grimmaischer Steinweg und Georgiring bestehen. Autofahrer müssen laut Stadtverwaltung keine Beeinträchtigungen befürchten. Auch die Abbiegespur in die Innenstadt bleibt erhalten.
Bauliche Maßnahmen und Finanzierung
Die baulichen Vorbereitungen für den neuen Radfahrstreifen liefen in den vergangenen Tagen bereits an. Dazu gehörten die Anpassung der Anschlüsse und die Sanierung der Fahrbahndecke. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 100.000 Euro. Für die Markierungsarbeiten wird erneut der bewährte grüne Asphalt verwendet. Die Fertigstellung ist bis zum 27. Mai vorgesehen, was allerdings von der Wetterlage abhängig ist. Trockenes Wetter und milde Temperaturen sind notwendig, damit die Arbeiten an der speziellen Reibeplastik fachgerecht ausgeführt werden können.
Weitere Pläne und Mobilitätsstrategie 2030
Eine Verlängerung des Radfahrstreifens in Richtung Neues Rathaus ist bereits vorgesehen. Dafür muss jedoch zunächst die Ampelschaltung an der Universitätsstraße umfassend neu programmiert werden. Entlang der Lenné-Anlage besteht aktuell ein gemeinsamer Geh- und Radweg, der an den neuen Radfahrstreifen anschließt und laut Urteil des Oberverwaltungsgerichts seit 2021 erstmals wieder für den Radverkehr geöffnet ist. Die Maßnahmen sind Teil der Mobilitätsstrategie 2030, die vom Stadtrat beschlossen wurde und den Radverkehr in Leipzig nachhaltig stärken soll.
Hintergrund: Radfahren in Leipzig
Mit dem Ausbau der Radinfrastruktur zeigt Leipzig weiter Engagement für nachhaltige Mobilität und ein konfliktfreies Miteinander verschiedener Verkehrsteilnehmer. Die Entwicklung der Radwege ist damit ein wichtiges Element moderner Stadtentwicklung und Teil des offiziellen Mobilitätskonzepts.
Für Fragen zur aktuellen Baumaßnahme oder zur Mobilitätsstrategie der Stadt stehen die städtischen Ansprechpartner zur Verfügung.
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