Leipzig plant neues Wohnquartier am Bayerischen Bahnhof
1.100 Wohnungen auf ehemaligen Bahnflächen – ein Drittel sozial gefördert, inklusive Park und Radschnellverbindung
Mit einem neuen Bebauungsplanentwurf schreitet die Stadt Leipzig in der Entwicklung des Areals am Bayerischen Bahnhof weiter voran. Die Stadtspitze hat den Entwurf für das Stadtquartier Lößniger Straße vorgestellt, über den der Stadtrat voraussichtlich im August entscheiden wird. Durch die Kombination mit einem städtebaulichen Vertrag soll Baurecht für die BUWOG Bauen und Wohnen GmbH geschaffen werden, die als Vorhabenträgerin das moderne Quartier realisiert.
Stadtquartier auf ehemaligen Bahnflächen
Das geplante Projekt umfasst rund 13,3 Hektar der ehemaligen Flächen der Deutschen Bahn. Vorgesehen ist die Errichtung eines zeitgemäßen Quartiers mit rund 1.100 Wohnungen. Etwa ein Drittel davon wird als sozial geförderter Wohnraum entstehen. Ein großer öffentlicher Park wird das Quartier zusätzlich aufwerten und als neue grüne Lunge dienen.
Mit der Neubebauung löst die Stadt eine bisherige Barriere zwischen den angrenzenden Stadtteilen auf. Besonders wichtig ist dabei die neue Verbindung auf Höhe der Shakespearestraße, welche die Quartiere besser miteinander vernetzen soll.
Antwort auf aktuelle Herausforderungen
Baubürgermeister Thomas Dienberg betont die Bedeutung des Projekts: „Am Bayerischen Bahnhof wird eine innerstädtische Brachfläche in ein urbanes Gebiet entwickelt, mit attraktiver Begrünung und sozialem Wohnungsbau. Der Bebauungsplan ist unsere Antwort auf die drängenden Fragen der Stadtentwicklung: Das neue Stadtquartier wird klimaangepasst, nachhaltig und sozial.“
Nachhaltige Planung und soziale Schwerpunkte
Der Bebauungsplan Nr. 397.1 „Stadtraum Bayerischer Bahnhof – Stadtquartier Lößniger Straße“ sieht neben dem Wohnungsbau auch kleinere Gewerbeflächen, einen Nahversorger sowie eine soziale Einrichtung vor. Im nördlichen Teil des Parks soll die sogenannte Aktivachse Süd verlaufen – eine geplante Radschnellverbindung, die das Leipziger Zentrum künftig mit Markkleeberg verbinden kann.
Eine besondere Herausforderung des Verfahrens war die Integration vorhandener Anlagen am Citytunnel, die bereits für eine Parknutzung angelegt waren, in den neuen Entwurf. Um den Flächenbedarf für notwendige Ausgleichsmaßnahmen zu erfüllen, werden zusätzlich Flächen westlich des Lindenauer Hafens sowie eine Ökokontofläche in Lindenthal genutzt.
Vertragliche Regelungen mit dem Investor
Parallel zum Bebauungsplan bringt die Stadtverwaltung einen städtebaulichen Vertrag mit der BUWOG Bauen und Wohnen GmbH auf den Weg. Dieser regelt zentrale Punkte des Projekts:
Mehrwert für die gesamte Stadt
Das neue Stadtquartier soll nicht nur dringend benötigten Wohnraum schaffen, sondern auch städtebauliche Verbindungen und ökologische Verbesserungen ermöglichen. Durch die Kombination von Wohnen, Gewerbe und großzügigen Grünflächen entsteht ein Quartier mit Vorbildcharakter für nachhaltige und soziale Stadtentwicklung.
Kontakt und weitere Auskünfte
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Der Stadtrat wird voraussichtlich im August über den Bebauungsplan entscheiden. Mit der Schaffung dieses neuen Quartiers setzt Leipzig ein Zeichen für innovative Stadtentwicklung und Lebensqualität im urbanen Raum.
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