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Leipzig saniert historische Stützwand an der Riedelstraße

Ab Oktober: Baustelle mit neuer Straßenaufteilung, mehr Fahrradstellplätzen und Sperrung für Autos bis 2027

Von Redaktion Leipzig
Leipzig saniert historische Stützwand an der Riedelstraße
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

Die Stadt Leipzig beginnt am 1. Oktober mit der umfassenden Erneuerung und Instandsetzung der denkmalgeschützten Stützwand an der Riedelstraße im Stadtteil Reudnitz-Thonberg. Das historische Bauwerk, das seit 1915 den Höhenunterschied zur Parkanlage Lene-Voigt-Park abfängt, ist mittlerweile stark beschädigt und gilt als nicht mehr verkehrssicher. Die bevorstehenden Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Bauprojekts, das neben der Wiederherstellung der Mauer zahlreiche Verbesserungen für den öffentlichen Raum vorsieht.

Neubau und Sanierung: Maßnahmen im Überblick

Die etwa 128 Meter lange Stützwand wird auf einer Länge von rund 81 Metern abgebrochen und durch moderne U-förmige Betonelemente ersetzt. Die neue Gestaltung orientiert sich dabei bewusst an der historischen Erscheinung des Baudenkmals. Auf weiteren 47 Metern bleibt das bestehende Bauwerk erhalten, wird jedoch grundlegend instandgesetzt.

  • Umlagerung von Leitungen durch Leipziger Wasserwerke und Netz Leipzig als Vorbereitung
  • Reduzierung der Riedelstraße auf eine einheitliche Breite von 4,60 Metern
  • Asphaltierung der Fahrbahn für mehr Komfort und weniger Verkehrslärm
  • Barrierefreiheit und Verkehrssicherheit im Fokus

    Die Umgestaltung enthält mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und Zugänglichkeit:

    • Einrichtung barrierefreier Querungshilfen („) an drei Stellen
    • Verbreiterung beider Gehwege auf 2,50 Meter
    • Wiederherstellung des denkmalgeschützten Fußwegs entlang der Wand unter Verwendung von historischem Mosaikpflaster
    • Auch für Radfahrer und Fußgänger wird der Bereich attraktiver gestaltet, indem neue Fahrradbügel sowie spezielle Anlehnbügel für Lastenräder in der Riedel- und Eilenburger Straße installiert werden.

      Neue Aufteilung des Straßenraums: Parkplätze, Rad- und Gehwege

      Durch die geplante Neuaufteilung des Straßenraums entfällt künftig etwa die Hälfte der bisherigen Parkflächen. Perspektivisch wird das Parken nur noch einseitig – entlang des südlichen Gehwegs – möglich sein. Gleichzeitig entstehen jedoch zusätzliche und sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Lastenräder.

      Baumfällungen und Ausgleichspflanzungen

      Für die Arbeiten an der Stützwand ist es notwendig, eine Baugrube zu errichten, wofür 16 Bäume entlang der Riedelstraße gefällt werden. Die Großbäume auf dem benachbarten Möbiusplatz werden verpflanzt. Der Naturschutz bleibt dabei im Blick: Im direkten Umfeld werden 18 neue Straßenbäume im Substratstreifen gepflanzt, ergänzt durch zwei weitere Bäume am Geh- und Radweg zum Lene-Voigt-Park sowie zusätzliche Pflanzungen rund um Alfred-Frank- und Möbiusplatz.

      Verkehrseinschränkungen und Zeitplan

      Während der Bauarbeiten bleibt die Riedelstraße für den Autoverkehr vollständig gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können die Baustelle jedoch jederzeit passieren. Die Maßnahme ist bis zum Frühling 2027 angesetzt und wird mit einem Gesamtbudget von circa 4,6 Millionen Euro durchgeführt.

      Ausblick

      Mit der Erneuerung der Stützwand und der damit verbundenen Neugestaltung des Straßenraums verfolgt die Stadt Leipzig das Ziel, historische Bausubstanz zu erhalten und zukunftsfähige städtische Infrastruktur zu schaffen. Die umfangreichen Maßnahmen für Barrierefreiheit, Verkehrssicherheit und Nachhaltigkeit sollen langfristig die Lebensqualität in Reudnitz-Thonberg erhöhen.

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