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Leipzig startet Selbsthilfegruppe gegen Liebesbetrug

Betroffene können sich beim Gesundheitsamt austauschen und Unterstützung erhalten

Von Redaktion Leipzig

Immer mehr Menschen werden Opfer von Liebesbetrug im Internet, auch bekannt als "Romance-Scamming". In sozialen Netzwerken und auf Online-Partnerbörsen suchen Betrüger gezielt nach Personen, die offen für neue Beziehungen sind. Die Stadt Leipzig reagiert nun mit einem neuen Unterstützungsangebot für Betroffene.

Psychologische Manipulation und finanzielle Verluste

Love-Scamming beginnt oft harmlos: Die Täter setzen alles daran, einen glaubwürdigen und attraktiven Eindruck zu hinterlassen. Sie nutzen

sowie erfundene Lebensläufe und gestohlene Fotos. Durch intensive Liebesbekundungen und ständige Aufmerksamkeit bauen sie eine emotionale Bindung auf – oft ohne jemals ein persönliches Treffen.

Viele Betroffene bemerken erst spät, dass sie Opfer eines Betrugs geworden sind. Emotional abhängig gemacht, überweisen sie teilweise hohe Geldsummen an die vermeintlichen Partner. Der Betrug bleibt häufig unerkannt, da die Opfer aus Scham oder Angst vor Stigmatisierung keine Anzeige erstatten.

Milliardengeschäft auf Kosten der Betroffenen

Love-Scamming ist ein weltweites Phänomen und gilt mittlerweile als Milliardengeschäft. Neben finanziellen Schäden belasten Angstzustände, Depressionen und starke Schamgefühle die Betroffenen zusätzlich. Die Dunkelziffer nicht gemeldeter Fälle ist hoch.

Neues Angebot: Selbsthilfegruppe in Leipzig

Um Betroffenen eine Anlaufstelle zu bieten, hat das Gesundheitsamt der Stadt Leipzig eine neue Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen. Menschen, die Liebesbetrug erlebt haben, können sich dort regelmäßig austauschen und gegenseitig stärken.

Die Anmeldung für den Selbsthilfetreff erfolgt über die Selbsthilfekontakt- und Informationsstelle (SKIS) am Gesundheitsamt Leipzig.

Austausch stärkt die Betroffenen

Der Austausch in einer Selbsthilfegruppe kann Betroffenen helfen, ihre Erfahrungen zu verarbeiten und neue Perspektiven zu gewinnen. Gerade der offene Umgang mit dem Thema nimmt die Scham und vermittelt Trost sowie praktische Unterstützung im Alltag.

Informationen für Medien

Für Medienanfragen steht die Selbsthilfekontakt- und Informationsstelle (SKIS) beim Gesundheitsamt Leipzig zur Verfügung. Die Maßnahme wird vom Dezernat Soziales, Gesundheit und Vielfalt der Stadt Leipzig unterstützt und richtet sich vorrangig an Betroffene aus der Region.

Mit diesem Angebot setzt die Stadt Leipzig ein wichtiges Zeichen gegen Liebesbetrug im Internet und unterstützt diejenigen, die Hilfe am dringendsten benötigen.

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