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Leipziger Südvorstadt wird klimafreundliches Pilotquartier

Fernwärmeausbau, mehr Grün und Bürgerbeteiligung für ein nachhaltiges und widerstandsfähiges Viertel bis 2038

Von Redaktion Leipzig

Die Leipziger Südvorstadt könnte schon bald zur Vorreiterin der städtischen Wärmewende werden. Die Stadt Leipzig und die Leipziger Stadtwerke planen, das Viertel als Pilotquartier für den Ausbau der klimafreundlichen Wärmenetzversorgung auszuwählen. Ziel ist es, die Transformation der Energieversorgung mit einer umfassenden Quartiersentwicklung zu verknüpfen und so nachhaltige Verbesserungen für Anwohnerinnen und Anwohner zu schaffen.

Wärmewende als Impuls für Stadtumbau

Mit dem geplanten Ausbau des Fernwärmenetzes wollen die Verantwortlichen nicht nur auf klimaneutrale Energieträger setzen, sondern gleichzeitig die Südvorstadt attraktiver, sicherer und widerstandsfähiger gegenüber Hitzeperioden gestalten. Vorgesehene Maßnahmen sind:

  • Mehr Straßengrün und sogenannte blau-grüne Elemente wie Baumrigolen
  • Nachhaltige Regenwassernutzung durch Versickerungssysteme
  • Barrierefreie Umgestaltung von Kreuzungen
  • Fahrradstraße auf der Kochstraße
  • Reduktion von Durchgangs- und Schleichverkehr
  • Schon im November entscheidet die Ratsversammlung über die entsprechenden Vorschläge der Stadtspitze.

    Kommunaler Wärmeplan: Beteiligung und Ziele

    Parallel zum Pilotprojekt in der Südvorstadt startet die öffentliche Beteiligung zur ersten Fassung des kommunalen Wärmeplans. Dieser ist zentrale Grundlage für die klimaneutrale, effiziente und zukunftssichere Gestaltung der Wärmelandschaft in Leipzig.

    • Im Fokus: Fernwärmeausbau, Gebäudesanierung, Potenzial von Solarthermie und Abwasserwärme
    • Sozialverträglichkeit und langfristige Wirtschaftlichkeit als entscheidende Kriterien
    • Die Bürgerbeteiligung läuft für vier Wochen bis einschließlich 23. November. Stellungnahmen können bequem online abgegeben werden.

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      url="www.leipzig.de/waermeplan"

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      Stimmen aus Stadtverwaltung und Stadtwerken

      Oberbürgermeister Burkhard Jung sieht im Projekt eine doppelte Chance: „Ich sehe die Wärmewende als große Chance für die Stadt. Wir werden sehr viel bauen müssen in den nächsten Jahrzehnten, aber es ist eine einmalige Gelegenheit, diese Anstrengung mit einem Stadtumbau zu verbinden, der den Menschen und dem Klima nützt. Die Umstellung der Wärmeversorgung auf klimaneutrale Energieträger ist – zusammen mit dem Verkehr – der größte Hebel, den wir haben, um unsere Klimaziele zu erreichen. Wir können beides zugleich erreichen: Die Wärmeversorgung klimaneutral gestalten und dabei die Mobilität neu organisieren.“

      Karsten Rogall, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft, betont: „Die Wärmewende und der gleichzeitige Umbau zur wassersensiblen Stadt sind für alle Beteiligten ein nötiger Kraftakt und eine Mammutaufgabe. Genehmigungsbehörden, Planer, Umsetzer und vor allem die Anwohner werden dabei stark gefordert. Deshalb sind optimales Zusammenspiel und eine gute Kommunikation die Grundvoraussetzung für das Gelingen.“

      Modellcharakter und Zeitplan

      Die Auswahl der westlichen Südvorstadt als Pilotquartier hat mehrere Gründe: Ein hoher Hitzestress im Sommer, sanierungsbedürftige Straßen und typische gründerzeitliche Strukturen, die auch in anderen Teilen Leipzigs häufig vorkommen. So sollen wichtige Lerneffekte für kommende Projekte erzielt werden. Die Bürgerbeteiligung im Quartier startet zum Jahresende.

      Zur effizienten Umsetzung ist die Gründung einer neuen Quartiersentwicklungsgesellschaft mbH geplant. Stadt und die L-Gruppe möchten die Baumaßnahmen so koordinieren, dass Zeit gespart und Belastungen für die Anwohnenden minimiert werden. Bis 2038 soll die Fernwärme im Viertel klimaneutral ausgebaut sein.

      Informationen zur Bürgerbeteiligung und Kontakt

      Laut Wärmeplanungsgesetz der Sächsischen Wärmeplanungsverordnung muss Leipzig bis zum 30. Juni 2026 einen Wärmeplan vorlegen. Die erste Fassung steht nun zur öffentlichen Diskussion. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Entwurfsfassung online einsehen und Stellung nehmen.

      Für individuelle Einblicke ist eine Kontaktaufnahme per E-Mail erforderlich.

      Weiterführende Hinweise

      Die Präsentation zur aktuellen Entwicklung wird in Kürze im Pressebereich der Stadt veröffentlicht. Weitere Details, Erklärvideos sowie eine FAQ-Liste stehen online bereit.

      title="Informationen zur kommunalen Wärmeplanung"

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