Lokal-Dekolonial: Neues Festival in Leipzig
Künstler aus Belarus und Osteuropa diskutieren Identität und Erinnerung im Oktober 2025
Das 12. Festival Politik im Freien Theater bringt im Oktober 2025 mit der Veranstaltungsreihe „Lokal-Dekolonial“ zeitgenössische Debatten nach Leipzig. In Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Referat Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig wird an drei Tagen ein abwechslungsreiches Programm geboten. Die Events finden jeweils von 19:00 bis 22:30 Uhr in der Kulturbar froelich & herrlich im Westflügel Leipzig statt.
Dreiteilige Reihe mit Fokus auf Identität und Erinnerung
17. Oktober – Belarus im Fokus:
Belarus, als „Rand“-Europas beschrieben, steht im Mittelpunkt des ersten Abends. Die Dichterin und Übersetzerin Volha Hapeyeva, der Performer Igor Shugaleev sowie die Produzentin Marina Dashuk geben Einblicke in die kulturelle und politische Lage des Landes. Hanna Harp übernimmt die Moderation.
18. Oktober – PostOst:
Der zweite Abend widmet sich „PostOst“, Themen zu post-osteuropäischen Identitäten und Diskursen. Julia Boxler und Ani Menua, unterstützt vom X3 Podcast, moderieren eine Gesprächsrunde und eine Broadcasting-Session. Höhepunkt ist die Food-Performance „Garlic Ensemble“ der Künstlerin Yasmeen Al-Qaisi.
19. Oktober – Pluralismus:
Zum Abschluss eröffnet die Künstlerin Natalia Zaitseva mit einer Performance über Erinnerung und Verlust. Danach liest Dinara Rasuleva aus Tatarstan aus ihrem Projekt „Lostlingual“. Den Abend rundet eine Diskussion zum Leben im Exil ab.
Ort und Ablauf
Alle Veranstaltungen finden in der Kulturbar froelich & herrlich im Westflügel Leipzig, Hähnelstraße 27 statt. Beginn ist jeweils um 19:00 Uhr, das Programm läuft bis etwa 22:30 Uhr.
Hintergrund: Dekoloniale Perspektiven auf Kultur und Gesellschaft
Die Reihe „Lokal-Dekolonial“ thematisiert Fragen von Identität, Erinnerung und gesellschaftlicher Pluralität vor dekolonialem Hintergrund.
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explanation="Dekolonial bezieht sich auf das Ziel, koloniale Denk- und Machtstrukturen zu überwinden. Es hinterfragt tradierte Sichtweisen und setzt sich für gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe ein."
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Die Auswahl der beteiligten Künstlerinnen und Künstler unterstreicht die Vielschichtigkeit der behandelten Themen. Von belarussischer Kultur bis zu post-osteuropäischen Diskursen bietet die Reihe Einblicke in aktuelle Entwicklungen und lädt zur Reflexion ein.
Das Festival Politik im Freien Theater hat mit dieser Kooperation erneut einen Raum geschaffen, in dem internationale Perspektiven und gesellschaftliche Herausforderungen zur Debatte stehen.
Weitere Informationen und das vollständige Programm sind auf den jeweiligen Websites der Veranstalter verfügbar.
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