Neue Wohnsiedlung in Knautkleeberg-Knauthain geplant
Bis zu 54 Häuser, nachhaltige Mobilität und Nahversorgung im Fokus – Bürgerbeteiligung startet nach Stadtratsbeschluss
Die Stadtverwaltung hat einen wichtigen Schritt für die Entwicklung des Stadtteils Knautkleeberg-Knauthain angekündigt: Der Bebauungsplanentwurf Nr. 425 mit dem Titel „Wohnsiedlung Emil-Teich-Straße“ liegt vor und wird in den kommenden Wochen dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Damit wird ein zentrales Projekt des 2022 beschlossenen Entwicklungskonzepts konkret umgesetzt, das vor allem eigentumsorientierte Wohnformen vorsieht.
Neue Wohnflächen im Stadtteil Knautkleeberg-Knauthain
Knautkleeberg-Knauthain bietet noch umfangreiches Potenzial für Wohnbauflächen – im Gegensatz zu vielen bereits dichter bebauten innerstädtischen Quartieren. Das Plangebiet grenzt westlich an bestehende Einfamilienhäuser und im Süden an die Kleingartenanlage „Hasen“ und umfasst eine Fläche von rund 3,4 Hektar. In den kommenden Jahren ist geplant, dort eine kompakte und moderne Wohnsiedlung entstehen zu lassen.
Quartiersmitte: Am Walradus-Hof, der bereits besteht, soll eine gemischt genutzte Mitte mit kleinen Läden für den täglichen Bedarf entstehen. Diese Fläche befindet sich im Besitz der Stadt.
Reihenhäuser & Einfamilienhäuser: Zwei private Teile des Baugebiets sind für rund 45 Reihenhäuser sowie neun freistehende Einfamilienhäuser vorgesehen.
Fokus auf Mobilität, Nachhaltigkeit und Aufenthaltsqualität
Mit dem Bebauungsplan sollen zentrale Ziele des gemeinsam mit der Bürgerschaft erarbeiteten Ortsteil-Konzepts umgesetzt werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung aktiver Mobilität: Die Vernetzung des Quartiers durch einen öffentlichen Fuß- und Radweg soll die Anbindung innerhalb des Stadtteils verbessern. Darüber hinaus werden Angebote des öffentlichen Nahverkehrs und der Elektromobilität in das Konzept aufgenommen.
Grünflächen: Geplante Grünkorridore, Begegnungsflächen und Grünstreifen fördern das Mikroklima und die Lebensqualität.
Regenwassermanagement: Niederschläge sollen direkt vor Ort versickern oder auf den Grundstücken genutzt und gespeichert werden.
Erneuerbare Energien: Ein hoher Anteil der Wärmeversorgung für das Quartier ist aus nachhaltigen Quellen vorgesehen.
Beteiligung und Transparenz für Bürgerinnen und Bürger
Nach der voraussichtlichen Beschlussfassung im März wird der Bebauungsplanentwurf im Amtsblatt veröffentlicht. Dies gibt Bürgern, Verbänden und Vereinen die Möglichkeit, ihre Anmerkungen oder Diskussionspunkte einzureichen. Die Einbindung der Öffentlichkeit ist ein zentraler Bestandteil der weiteren Planung.
Weitere Informationen zum Entwicklungsprozess
Das Ortsteilentwicklungskonzept, das die Grundlage für die aktuelle Planung liefert, steht online zur Verfügung. Interessierte können sich dort umfassend informieren.
Mit dem Bebauungsplan für die „Wohnsiedlung Emil-Teich-Straße“ setzt die Stadt einen weiteren Baustein für familiengerechten Wohnraum und nachhaltige Stadtentwicklung in Leipzig. Die Debatte über die Ausgestaltung des Quartiers und die Beteiligung der Öffentlichkeit stehen dabei weiter im Mittelpunkt.
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