Neuer Vorsitzender im Verband deutscher Archivarinnen und Archivare
Dr. Michael Ruprecht übernimmt ab Dezember und setzt auf digitale Impulse im Archivwesen
Dr. Michael Ruprecht, Direktor des Leipziger Stadtarchivs, übernimmt zum 1. Dezember den Vorsitz des VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. Die Wahl erfolgte mit großer Mehrheit am 9. Oktober im Rahmen des 92. Deutschen Archivtages in Fulda. Damit wird die Leitung des größten Archivfachverbands Europas, der auf eine langjährige Geschichte und breite Mitgliederbasis zurückblicken kann, in neue Hände gelegt.
Wechsel an der Spitze des Fachverbands
Dr. Ruprecht tritt die Nachfolge von Ralf Jacob an, dem bisherigen Vorsitzenden und Leiter des Stadtarchivs Halle. Jacob stand dem Verband insgesamt neun Jahre vor und prägte in dieser Zeit das professionelle Archivwesen in Deutschland maßgeblich.
Der VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. wurde im Jahr 1946 gegründet und ist heute mit rund 2.350 Mitgliedern der größte Archivfachverband Europas. Die Struktur des VdA umfasst verschiedene Fachgruppen, zahlreiche Arbeitskreise und regionale Landesverbände. Der Verband fungiert zudem als institutionelles Mitglied des sowie der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM).
Der Werdegang von Dr. Michael Ruprecht
Dr. Michael Ruprecht steuert das Leipziger Stadtarchiv bereits seit Januar 2019. Unter seiner Leitung zählt es zu den bedeutendsten kommunalen Archiven Deutschlands. Geboren wurde Ruprecht 1978 in Halle/Saale. Sein Studium der Geschichte, der Hilfswissenschaften und der Prähistorischen Archäologie absolvierte er an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Ein anschließendes Promotionsstudium und die Archivausbildung als Referendar an der Archivschule Marburg in Münster prägten seine berufliche Entwicklung. Nach der Leitung des Stadtarchivs Regensburg kehrte Dr. Ruprecht 2012 in seine Heimatstadt Halle zurück, wo er bis Ende 2018 sowohl das Universitätsarchiv als auch die zentrale Kustodie verantwortete.
Engagement im Bundesverband
Seit 2017 engagiert sich Dr. Ruprecht im VdA in unterschiedlichen Aufgabenbereichen. 2019 wurde er bereits Mitglied des Landesverbandes Sachsen. 2021 übernahm er dort den Vorsitz. Sein Wirken ist geprägt von einem breiten Netzwerk innerhalb der Archivlandschaft und seiner umfangreichen Fachkompetenz.
Bedeutung des Amtswechsels
Die Ernennung von Dr. Ruprecht spiegelt die Anerkennung seiner Fachlichkeit und Vernetzung im Archivwesen wider. Mit dem Wechsel an der Spitze des Fachverbands werden neue Impulse erwartet, gerade auch im Hinblick auf die immer wichtiger werdende Rolle der Archive im digitalen Zeitalter und in einer zunehmend informationsgetriebenen Gesellschaft.
Weitere Informationen und Hinweise
Mit dem bevorstehenden Wechsel an der Spitze des VdA steht das deutsche Archivwesen vor einer Phase, die auf Kontinuität und Weiterentwicklung zugleich setzt. Die Branche blickt gespannt auf die kommenden Jahre unter der Führung von Dr. Michael Ruprecht.
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