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Schüleraustausch verbindet Leipzig und Gwangju

Wilhelm-Ostwald-Gymnasium kooperiert mit koreanischer GSA – Focus auf MINT, Kultur und Wissenschaft vom 24. Mai bis 1. Juni

Von Redaktion Leipzig

Die Stadt Leipzig intensiviert ihre internationale Bildungszusammenarbeit: Im Zentrum steht dabei die neue Schulpartnerschaft zwischen dem Leipziger Wilhelm-Ostwald-Gymnasium und der Academy for the Gifted (GSA) im südkoreanischen Gwangju. Unter dem Leitthema „Brücken der Wissenschaft & Demokratie: Begabtenförderung im MINT-Bereich und kultureller Austausch im Kontext von Demokratieentwicklung“ findet erstmals ein Schüleraustausch statt, der Impulse für beide Seiten setzen soll.

Erster Austausch zwischen Leipzig und Gwangju

Vom 24. Mai bis 1. Juni reisen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 vom Wilhelm-Ostwald-Gymnasium nach Gwangju. Dort sind sie im Internat der renommierten Academy for the Gifted untergebracht, einer naturwissenschaftlichen Einrichtung mit überregionalem Einzugsgebiet. Der Aufenthalt ermöglicht den Leipziger Jugendlichen einen direkten Einblick in den südkoreanischen Schulalltag sowie Begegnungen mit koreanischen Schülerinnen und Schülern.

Das Programm umfasst unter anderem:

  • Besuche im Museum
  • Exkursionen zum Gwangju Institute of Science and Technology
  • Eine Führung durch den National May 18th Cemetery
  • Die vielseitigen Eindrücke und Erfahrungen werden von den beteiligten Jugendlichen in einem täglichen Blog festgehalten.

    Historischer Kontext und Entwicklung der Partnerschaft

    Die Verbindung zwischen Leipzig und Gwangju blickt auf eine über 15-jährige Geschichte zurück. Beide Städte sind als Ursprungsorte bedeutender Demokratiebewegungen bekannt – Leipzig durch die Friedliche Revolution 1989 und Gwangju durch den Aufstand 1980. Diese Gemeinsamkeiten bilden bis heute das Fundament für einen regen Austausch in den Bereichen Demokratie, Kunst und Bildung.

    Aus diesem Austausch entstand der Kontakt zwischen dem Wilhelm-Ostwald-Gymnasium und der GSA. Im September des Vorjahres legte der Besuch einer koreanischen Delegation in Leipzig den Grundstein für die neue Schulpartnerschaft: Eine Kooperationsvereinbarung wurde abgeschlossen, um die Zusammenarbeit nachhaltig zu verankern.

    Rückblick auf den Austausch in Leipzig

    Bereits Anfang 2025 wurden Schülerinnen und Schüler der GSA zu einem einwöchigen Gegenbesuch in Leipzig empfangen. Während dieses Aufenthalts lebten die Gäste in Leipziger Gastfamilien und nahmen an einem abwechslungsreichen wissenschaftlichen und kulturellen Programm teil.

    Bedeutung für beide Städte und Ausblick

    Die Schulpartnerschaft bietet nicht nur fachliche, sondern auch interkulturelle Vorteile: Sie fördert die Kompetenzen der Jugendlichen im MINT-Bereich und stärkt zugleich das Verständnis für Demokratie und kulturelle Vielfalt. Die Zusammenarbeit steht als Beispiel für erfolgreiche internationale Bildungskooperationen, die weit über die Schulen hinauswirken können.

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