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Ulrich Müther im Fokus: Architektur im Film

Dokumentation und Fachvortrag starten Filmreihe zu innovativer DDR-Baukunst in Leipzig

Von Redaktion Leipzig

Die filmische Veranstaltungsreihe „Architektur im Film“ hebt im Januar 2026 die eindrucksvolle Schaffenskraft des DDR-Ingenieurs Ulrich Müther ins Rampenlicht. Die Auftaktveranstaltung am Dienstag, dem 20. Januar, rückt nicht nur das Architekturschaffen Müthers in den Fokus, sondern bietet ein abwechslungsreiches Programm für Architekturinteressierte und Filmfreunde gleichermaßen.

Ulrich Müther: Der Meister der Hyparschalen

Ulrich Müther (1934–2007) prägte durch seine innovativen Sonderbauten das Bild vieler Städte in der ehemaligen DDR – von Binz bis Berlin, von Magdeburg bis Warnemünde. Seine Spezialität waren

aus Spritzbeton. Mit diesen Konstruktionen verlieh er Gebäuden wie dem inzwischen abgerissenen „Ahornblatt“ in Berlin, dem populären „Teepott“ in Warnemünde und der markanten Stadthalle Magdeburg ihre charakteristische Leichtigkeit und futuristische Ausstrahlung.

Müthers anspruchsvolle Technik fand weit über die DDR-Grenzen hinaus Anerkennung. So tragen Planetarien in Wolfsburg und Tripolis seine unverwechselbare Handschrift. Die gezeigte Dokumentation „Für Schwung sind sie zuständig“ der Regisseurin Margarete Fuchs begleitet Müther und drei seiner ehemaligen Mitarbeiter, zeichnet ein Bild vom Alltag zwischen sozialistischen Zwängen, internationaler Nachfrage und technischer Pionierarbeit.

Filmabend und Fachvortrag: Architektur erleben

Die Veranstaltung findet am 20. Januar 2026 um 18 Uhr im Stadtbüro Stadthaus (Zugang über Markgrafenstraße 3) statt. Nach einer Begrüßung durch Nora Gitter, Koordinatorin für Baukultur, gibt es einen fachlichen Impuls: Professor Alexander Stahr von der HTWK Leipzig sowie der Leipziger Architekt Torsten Hentsch diskutieren unter dem Titel „Krümmung trägt… und ist nicht leicht zu bauen“ architekturtheoretische Aspekte der Müther’schen Konstruktionen.

Die Filmvorführung beginnt gegen 19 Uhr. Im Anschluss und während der gesamten Veranstaltung ist Gelegenheit zum Austausch und zur Diskussion rund um das Thema Baukultur. Der Eintritt ist frei, es bedarf keiner Anmeldung.

Die Reihe „Architektur im Film“

„Architektur im Film“ ist ein gemeinsames Projekt des Zentrums für Baukultur Sachsen (ZfBK) und der Stadt Leipzig. Monatlich werden ausgewählte Kino- und Fernsehproduktionen präsentiert, die das Thema Architektur auf außergewöhnliche Weise beleuchten und zur Reflexion anregen.

Der nächste Termin der Reihe steht bereits fest: Am Dienstag, 24. Februar, um 18 Uhr, folgt der Film „Welcome Venice“ von Andrea Segre, ebenfalls im Stadtbüro.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe und dem Programmhttps://www.leipzig.de/netzwerk-baukultur

Veranstaltungsdetails auf einen Blick

  • Datum: 20.01.2026, 18 Uhr
  • Veranstaltungsort: Stadtbüro Stadthaus (Zugang über Markgrafenstraße 3)
  • Eintritt: Frei
  • Kontakt zum Veranstalter

    title="Dezernat Stadtentwicklung und Bau, Stadtplanungsamt Leipzig"

    subtitle="Referat Kommunikation, Neues Rathaus, Martin-Luther-Ring 4 - 604, 04109 Leipzig"

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    Die Veranstaltungsreihe bietet nicht nur Architekturbegeisterten, sondern auch kulturinteressierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, Baukunst im gesellschaftlichen Kontext zu erleben und zu diskutieren. Mit dem filmischen Porträt von Ulrich Müther startet „Architektur im Film“ in Leipzig mit einem herausragenden Beispiel visionärer Baukunst.

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