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Gedenken an Gustav und Gertrud Brecher in Markkleeberg

Mahnwache am 9. November erinnert an Opfer der Reichspogromnacht – Schüler engagieren sich gegen Antisemitismus

Am 9. November 2025 erinnert die Stadt Markkleeberg an die Opfer der Reichspogromnacht von 1938. Im Rahmen einer Mahnwache wird insbesondere das Schicksal von Gustav und Gertrud Brecher gewürdigt, deren Stolpersteine vor der Villa Parkstraße 2 an ihre Verfolgung und Ermordung erinnern.

Mahnwache zum Gedenken an Gustav und Gertrud Brecher

Die Veranstaltung beginnt am Sonntag um 17 Uhr vor der Villa Parkstraße 2. Gustav Brecher war von 1914 bis 1933 Generalmusikdirektor an der Leipziger Oper, bevor er im März 1933 entlassen wurde. Gemeinsam mit seiner Frau Gertrud war er bis zu seinem Tod im Frühjahr 1940 in der Nähe von Ostende/Belgien auf der Flucht vor den Nationalsozialisten.

Die Mahnwache steht dabei ganz im Zeichen des Erinnerns und Mahnens. Die Stolpersteine werden traditionell von Schülern des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums unter der Leitung von Dr. Carsten Müller gereinigt und gepflegt. Mit musikalischen Beiträgen und Auszügen aus der Biografie des jüdischen Musikerpaars wird die Geschichte für die Teilnehmer lebendig und greifbar gemacht.

Engagement für Erinnerungskultur und Toleranz

Die Gedenkveranstaltung ist Teil der jährlichen Erinnerung an die Reichspogromnacht und setzt ein Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus. Oberbürgermeister Karsten Schütze ruft die Bürgerinnen und Bürger von Markkleeberg explizit zur Teilnahme auf:

„Setzen wir gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus, für Frieden und Toleranz im Miteinander.“

Das Gedenken an die Verfolgten und Ermordeten des nationalsozialistischen Unrechts bleibt eine wichtige Aufgabe der kommunalen Erinnerungskultur. Veranstaltungen wie die gemeinsame Mahnwache bieten die Gelegenheit, die Bedeutung von historischem Erinnern auch an die nächsten Generationen weiterzugeben.

Der Beitrag der Schülerinnen und Schüler des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums zeigt, wie wichtig persönliche Beteiligung am Erinnern ist. Die symbolische Reinigung der Stolpersteine verstärkt die Botschaft des Gedenkens und der Verantwortung gegenüber der Geschichte.

Die Mahnwache am 9. November vor der Villa Parkstraße 2 ist offen für alle Bürgerinnen und Bürger, die gemeinsam ein Zeichen für Frieden, Toleranz und gegen das Vergessen setzen möchten.

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