Feuerwehr Dresden im Doppel-Einsatz
Küchenbrand im Hochhaus und schwerer Unfall in Blasewitz sorgen für Vollsperrung

Die Feuerwehr Dresden war am heutigen Tag im Stadtgebiet gleich bei zwei größeren Einsätzen gefordert. Zunächst ging es um einen Brand in einem Wohnhochhaus in der Reitbahnstraße, später um einen schweren Verkehrsunfall an der Hüblerstraße / Berggartenstraße. Beide Lagen beanspruchten umfangreiche Kräfte und dauerten über längere Zeit an.
Brand in einem Wohnhochhaus in der Reitbahnstraße
Am Vormittag gingen bei der Integrierten Regionalleitstelle Notrufe über eine Rauchentwicklung aus einem Fenster eines Hochhauses ein. Vor Ort bestätigte sich eine Verrauchung des Flures im 6. Obergeschoss. Die automatische Brandmeldeanlage hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgelöst.
Da die betroffene Wohnung verschlossen war, verschafften sich die Einsatzkräfte über ein Fenster einen Zugang zur Lageerkundung. Direkt hinter der Wohnungseingangstür wurde ein Küchenbrand festgestellt. Ein Trupp unter Atemschutz löschte das Feuer zügig mit einem C-Rohr. Anschließend wurden umfangreiche Lüftungsmaßnahmen eingeleitet.
Weitere Einsatzkräfte kontrollierten die Brandetage sowie angrenzende Bereiche, unter anderem unterhalb und oberhalb der betroffenen Wohnung. Dabei mussten zwei Wohnungen gewaltsam geöffnet werden. Mehrere Wohnungen, insbesondere in den oberen Geschossen, waren verraucht und wurden quergelüftet.
Die Kontrollen erfolgten in Abstimmung mit der Hausverwaltung. Der Bewohner der Brandwohnung erschien während des laufenden Einsatzes und wurde an die Polizei übergeben. Die Brandmeldeanlage im Flurbereich löste erst im Verlauf der Belüftungsmaßnahmen aus.
Schwerer Verkehrsunfall an der Hüblerstraße / Berggartenstraße
Parallel dazu kam es in Blasewitz zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein silberner Pkw war aus bislang ungeklärter Ursache in die Gegenfahrbahn geraten, hatte dort ein Straßenschild überfahren und war anschließend gegen einen Stromverteilerkasten geprallt. Das Fahrzeug kam auf dem Fußweg zum Stehen.
Der Fahrer wurde schwer verletzt, war jedoch nicht eingeklemmt. Die Feuerwehr führte eine patientenschonende Rettung durch. Eine Beifahrerin erlitt leichte Verletzungen und konnte das Fahrzeug selbstständig verlassen. Sie wurde bis zum Eintreffen des zweiten Rettungswagens durch einen Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe betreut, der vor der eingerichteten Straßensperrung stand.
Beide Personen wurden jeweils unter Begleitung eines Notarztes in Krankenhäuser transportiert. Eine weitere leicht verletzte Zeugin wurde durch den Rettungsdienst ambulant versorgt.
Aufgrund der beschädigten Gaslaterne sowie des Stromverteilerkastens wurde der Energieversorger hinzugezogen. Die Kreuzung musste während der Rettungs- und Sicherungsmaßnahmen voll gesperrt werden, wodurch auch der Straßenbahnverkehr beeinträchtigt war. Auslaufende Betriebsmittel wurden beseitigt. Nach Abschluss aller Maßnahmen reinigte die Feuerwehr den Bereich und übergab die Einsatzstelle an die Polizei.
Umfangreicher Kräfteansatz im Stadtgebiet
Im Einsatz befanden sich 28 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Striesen, Albertstadt, Löbtau, Altstadt, B-Dienst sowie Kollegen der Rettungswache Johannstadt. Die beiden Einsätze zeigten, wie schnell sich mehrere Lagen zeitlich überschneiden können und wie flexibel die Feuerwehr Dresden reagieren musste.
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